Für den empirischen Teil der Arbeit wurden im Zeitraum vom Februar bis April 2009 vier Gruppendiskussionen durchgeführt. Für die Auswahl der Gruppen sollten nach Möglichkeit folgende Vorgaben gelten:

  • Die Gruppengröße liegt zwischen drei und sechs Teilnehmern (ideal sind vier bis fünf Teilnehmer).
    In der letzten Diskussion (Gruppe “Energie”) wurde die Vorgabe der Anzahl der Teilnehmer mit acht überschritten und in der dritten Diskussion (Gruppe “DaF”) war man mit drei Teilnehmern an der unteren Grenze. In beiden Fällen hat sich gezeigt, das sowohl zu wenige als auch zu viele Teilnehmer keine ideale Voraussetzung sind, um eine flüssige und durchgängige Diskussion ins Gang zu setzen.
  • Die Teilnehmer einer Gruppe kommen aus derselben Berufsgruppe/Abteilung d.h stellen eine reale Gruppe dar.
    Diese Vorgabe wurde streng genommen nur in der ersten Diskussion (Gruppe “Doku”) eingehalten, in der alle Teilnehmer aus einer Abteilung kamen. In allen anderen Diskussionen kamen die Teilnehmer aus verschiedenen Abteilungen/Bereiche, wobei in Diskussion 2 (Gruppe “Technik”) und Diskussion 3 (Gruppe “DaF”) aufgrund der Größe der Organisation noch eine engere Verbindung zwischen den Abteilungen/Bereichen gegeben ist, die in Diskussion 4 (Gruppe “Energie”) auf Grund der Größe nicht mehr indem Maße vorhanden ist. 

Die Diskussionen kamen aufgrund von Kontakten zu ehemaligen und gegenwärtigen Arbeitskollegen zustande, wobei alle Beteiligten bisher noch keine Erfahrung mit Gruppendiskussionen hatten. Hier hat sich die Relevanz einer ausreichenden Kommunikation des Forschungsvorhabens im Vorfeld gezeigt, wobei auch zu bemerken ist, dass die gegebenen Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die Diskussionen nur sehr eingeschränkt genutzt wurden oder zu eingeschränkt vorhanden waren. Generell ist festzustellen, dass die Diskussionen als Möglichkeit zur Reflexion des eigenen Arbeitsalltags, von allen Gruppen sehr gut aufgenommen wurden und von vielen Teilnehmern im Anschluss an die Diskussionen ein sehr positives Feedback kam.

Trotzdem war es für alle Teilnehmer Zeit, die von der normalen Arbeit abgezweigt wurde und die Zeit, die für die Diskussion vorgesehen war (die Diskussionen wurden mit ca. zwei Stunden angesetzt) musste in den meisten Fällen eingehalten werden. Durch die Einführung zu den beiden diskutierten Themen (Wissensmanagement, Semantic Web), die für die Durchführung der Diskussionen notwendig war, erwies sich die für die Diskussionen angesetzte Zeit als recht knapp. Wobei sich auch gezeigt hat, dass bei den Diskussionen, bei denen die Zeit überzogen wurde, die Konzentration bei allen Beteiligten ab der dritten Stunde nachlässt. Wenn möglich, scheint es besser mehrere Diskussionen mit einer Gruppe zu machen, statt eine Diskussion die länger dauert.

Im Weiteren werden nun alle Gruppen vorgestellt und es wird kurz auf die Gesprächssituation bei den einzelnen Diskussionen eingegangen.

Created by hel on 2009/05/18 14:35