"Ausgehend von der Beobachtung, dass der Buchwert eines Unternehmens immer weniger aussagekräftig für den Marktwert ist, begannen insbesonders in Schweden und in Nordamerika Ende der achtziger Jahre Überlegungen, wie der Wert eines Unternehmens besser erklärt und wie die nicht greifbaren bzw. immateriellen Vermögenswerte („intangible assets”) besser dargestellt werden können."1

Dass der Wert von Organisationen, deren wichtigste Ressourcen nicht mehr unbedingt finanziell fassbar sind, schwer zu bestimmen ist, ist nachvollziehbar. Wie die folgende Abbildung zeigt, ist das immaterielle Vermögen eines Unternehmens auch nicht rein wissensbasierend, sondern es können hier auch noch Dinge wie das Image oder der Kundenstamm der Firma hinzugezählt werden.

Immaterielles-Vermogen.png Die organisationale Wissensbasis ist Teil des immateriellen Vermögens (North 2005, S. 51)

So wie das finanzielle Kapital einer Firma gemessen wird, wurden verschiedene Ansätze entwickelt, um das „intellektuelle Kapital” einer Firma zu messen. Grundsätzlich sind bei der Bewertung des intellektuellen Kapitals einer Firma aber zwei Ansätze erkennbar:

  • „Deduktiv summarische Ansätze gehen von einer Bezifferung des Unterschieds zwischen Marktwert und Buchwert eines Unternehmens aus. [...]
  • Induktiv analytische Ansätze hingegen beschreiben und bewerten einzelne Elemente der Wissensbasis mit dem Ziel, Ansatzpunkte zu ihrer Entwicklung zu liefern.”2
  1. ^ North 2005, S. 50
  2. ^ North 2005, S. 219
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Created by HelmutLehner on 2009/03/16 18:33